Masterplan Barrierefreiheit im SPNV !

Volle Züge und viele Umsteiger vom Auto auf die Bahn sind die Zeichen der guten Resonanz, welche die S-Bahn Mitteldeutschland schon kurz nach der Betriebsaufnahme im Dezember 2013 erhält.

Nach den ersten 100 Tagen bleibt aber festzuhalten, dass es auch noch viel zu tun gibt.

„Noch immer werden an vielen Stationen mobilitätseingeschränkte Reisende von der Nutzung ausgeschlossen“, stellt der stellv. Vorsitzende der SPD Leipzig Land, Ingo Runge, fest.

Selbst am Bahnhof der Großen Kreisstadt Borna gibt es keine Aufzüge um barrierefrei zum Zug zu kommen. Neben Borna ist vor allem an den Bahnhöfen Gaschwitz und Großstädteln der Ärger groß.

„Für diese und viele weitere Bahnhöfe im Landkreis Bedarf es dringend eines Masterplans Barrierefreiheit.“ fordert Ingo Runge. Der ZVNL und die Deutsche Bahn sind gefordert gemeinsam mit dem Landkreis und den Kommunen einen Weg zu finden, der ganz im Sinne der UN Behindertenrechtskonvention, auch mobilitätseingeschränkten Menschen die selbständige Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel ermöglicht.

„So lange die Staatsregierung jedes Jahr Millionen in den Sparstrumof steckt anstatt die Regionalisierungsmittel, die sie vom Bund erhält, ihrem Zweck entsprechend für die Verbesserung der Mobilitätsangebote zu nutzen, dürfen solche Maßnahmen am Geld nicht scheitern“, betont auch die SPD Landtagsabgeordnete Petra Köpping.

Mit der weiteren Verbesserung des Zugverkehrs in Markranstädt ab Dezember 2015 steht schon die nächste Station im Fokus, auch hier ist bisher nicht geplant einen barrierefreien Zugang zu den Bahnsteigen zu schaffen.

Die SPD im Landkreis Leipzig Land fordert den Landrat Dr. Gey auf hier seine Verantwortung als Landrat und als Vorsitzender des ZVNL wahrzunehmen und eine verlässliche Planung in einem Masterplan Barrierefreiheit zu initiieren.

Ingo C. Runge,

stellv. Vorsitzender der SPD Leipzig Land

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